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Holzpellets: Heizkosten & Abrechnung (2025)

Was kostet Heizen mit Pellets pro Quadratmeter? Aktuelle Preise, Abrechnungsbesonderheiten und Vergleich mit anderen Heizarten – Heizspiegel 2025.

HT
HeizkostenChecker Team
7 Min. Lesezeit

Holzpellets galten lange als günstige und umweltfreundliche Alternative zu Gas und Öl. Doch die Preise sind 2025 um etwa 20% gestiegen. Trotzdem gehören Pelletheizungen mit durchschnittlich 10,57 €/m² weiterhin zu den günstigsten Heizarten.

In diesem Artikel erfährst du, was Heizen mit Pellets kostet, wie die Abrechnung funktioniert und worauf du als Mieter achten musst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Durchschnittliche Pelletkosten 2025: 10,57 €/m² pro Jahr
  • Günstig: unter 8 €/m² – Zu hoch: über 16,50 €/m²
  • Pelletpreise 2025: ca. 280–320 €/Tonne (gestiegen)
  • Abrechnung ähnlich wie Öl: Bestandserfassung wichtig
  • CO2-neutral: Keine CO2-Abgabe auf Pellets

Aktuelle Pelletpreise 2025

Die Pelletpreise haben in den letzten Jahren stark geschwankt. Nach dem extremen Anstieg 2022 haben sich die Preise zwar entspannt, liegen 2025 aber wieder höher als im Vorjahr.

Preisentwicklung im Überblick

JahrDurchschnittspreis (€/Tonne)Veränderung
2020ca. 240 €
2021ca. 250 €+4%
2022ca. 550 € (Spitze)+120%
2023ca. 340 €-38%
2024ca. 270 €-21%
2025ca. 300–320 €+15-20%

Was beeinflusst den Pelletpreis?

  • Holzpreise: Hauptrohstoff, abhängig von Forstwirtschaft
  • Produktionskapazitäten: Engpässe führen zu Preisspitzen
  • Nachfrage: Heizperiode und Energiekrise treiben Preise
  • Transport: Regionale Unterschiede durch Lieferkosten

Keine CO2-Abgabe: Anders als bei Gas und Öl fallen auf Holzpellets keine CO2-Kosten an, da sie als CO2-neutral gelten. Das macht sie langfristig attraktiver.

Pelletverbrauch berechnen

Faustregel: 1 kg Pellets ≈ 5 kWh Wärme

Für eine 70m²-Wohnung mit 10.000 kWh Wärmebedarf brauchst du etwa 2.000 kg (2 Tonnen) Pellets pro Jahr.

Holzpellets: Kosten pro m² im Vergleich

Der Heizspiegel 2025 zeigt: Pelletheizungen sind die zweitgünstigste Heizart nach Wärmepumpen.

Heizkosten-Ampel für Pellets (Heizspiegel 2025)

Bewertung€/m² pro Jahr70m²-Wohnung100m²-Wohnung
Günstigunter 8,00 €unter 560 €unter 800 €
Normal8,00–12,00 €560–840 €800–1.200 €
Erhöht12,00–16,50 €840–1.155 €1.200–1.650 €
Zu hochüber 16,50 €über 1.155 €über 1.650 €

Der Durchschnitt liegt bei 10,57 €/m² pro Jahr. Bei einer 70-Quadratmeter-Wohnung sind das etwa 740 € Heizkosten im Jahr, also knapp 62 € pro Monat.

Vergleich mit anderen Heizarten

HeizartDurchschnitt (€/m²)Vergleich zu Pellets
Wärmepumpe10,21 €-3%
Holzpellets10,57 €
Heizöl15,07 €+43%
Erdgas16,86 €+59%
Fernwärme17,79 €+68%

Pellets sind damit deutlich günstiger als Gas und Öl, liegen aber knapp hinter Wärmepumpen.

Mehr zu allen Heizarten findest du in unserem Artikel Heizkosten pro m²: Alle Heizarten im Vergleich.

Besonderheit: Die Pellet-Abrechnung

Die Abrechnung bei Pelletheizungen ähnelt der von Ölheizungen: Der Brennstoff wird in einem Lager (Pelletsilo) gelagert und unregelmäßig nachgekauft. Das führt zu ähnlichen Abrechnungsfragen.

Das Bestandsproblem

Wie bei Öl muss bei Pellets der Anfangs- und Endbestand erfasst werden:

  • Anfangsbestand: Pellets im Silo zu Beginn der Abrechnungsperiode
  • Nachkäufe: Alle Lieferungen mit Datum, Menge und Preis
  • Endbestand: Pellets im Silo am Ende der Periode
  • Verbrauch: Anfangsbestand + Nachkäufe - Endbestand

Abrechnungsmethoden

Methode 1: Durchschnittspreis

Der Durchschnittspreis aller Käufe wird gebildet. Einfach und fair.

Beispiel:

  • Kauf 1: 3 Tonnen × 280 €/t = 840 €
  • Kauf 2: 2 Tonnen × 320 €/t = 640 €
  • Gesamt: 5 Tonnen für 1.480 €
  • Durchschnittspreis: 296 €/Tonne

Methode 2: FIFO (First In, First Out)

Die ältesten Pellets werden zuerst verbraucht. Theoretisch korrekt, aber aufwendig.

Was muss in der Abrechnung stehen?

Eine korrekte Pellet-Abrechnung enthält:

  1. Abrechnungszeitraum (12 Monate)
  2. Anfangsbestand mit Bewertung
  3. Alle Lieferungen mit Datum, Menge, Einzelpreis
  4. Endbestand mit Bewertung
  5. Gesamtverbrauch in kg oder Tonnen
  6. Heiznebenkosten (Wartung, Schornsteinfeger, Strom für Anlage)
  7. Verteilerschlüssel (mind. 50% nach Verbrauch)
  8. Dein Anteil

Häufige Fehler bei Pellet-Abrechnungen

Fehler 1: Großer Nachkauf kurz vor Stichtag

Kauft der Vermieter kurz vor dem Abrechnungsende eine große Menge Pellets, belastet dies die laufende Periode unfair. Dieser Fehler ist besonders ärgerlich, wenn der Nachkauf zu hohen Preisen erfolgte.

Prüfe: Sind die Lieferdaten plausibel verteilt?

Fehler 2: Unklare Bestandsangaben

Ohne transparente Angaben zu Anfangs- und Endbestand ist die Abrechnung nicht prüfbar.

Fordere: Messprotokoll oder Lieferscheine an.

Fehler 3: Keine Verbrauchserfassung

Auch bei Pelletheizungen gilt: Mindestens 50% nach Verbrauch abrechnen. Fehlen Wärmemengenzähler oder Heizkostenverteiler, hast du ein 15%-Kürzungsrecht.

Fehler 4: Stromkosten für die Anlage vergessen

Pelletheizungen brauchen Strom für:

  • Pellet-Förderschnecke
  • Brennersteuerung
  • Umwälzpumpe

Diese Stromkosten gehören zu den Heiznebenkosten und müssen separat ausgewiesen werden.

Fehler 5: Wartungskosten überhöht

Die jährliche Wartung einer Pelletheizung kostet typischerweise 200–400 €. Deutlich höhere Beträge können auf versteckte Reparaturen hindeuten – diese sind nicht umlagefähig.

Weitere Fehlerquellen findest du in unserem Artikel Heizkostenabrechnung: Die 10 häufigsten Fehler.

Pelletheizung: Vor- und Nachteile für Mieter

Vorteile

  • Günstige Heizkosten: Zweitgünstigste Heizart nach Wärmepumpen
  • CO2-neutral: Keine CO2-Abgabe, umweltfreundlich
  • Preisstabil: Weniger abhängig von Weltmarktpreisen als Gas/Öl
  • Heimischer Rohstoff: Oft regionale Produktion

Nachteile

  • Preisschwankungen: 2022 zeigte, dass auch Pellets teuer werden können
  • Platzbedarf: Pelletsilo braucht Raum
  • Lieferabhängigkeit: Engpässe möglich bei hoher Nachfrage
  • Feinstaub: Bei älteren Anlagen höhere Emissionen

Pellet-Heizkosten senken: Tipps

Heizverhalten optimieren

  • Raumtemperatur senken: 1°C weniger = 6% Ersparnis
  • Richtig lüften: Stoßlüften statt Dauerkippen
  • Türen schließen: Wärme nicht unnötig verteilen

Abrechnung prüfen

  • Vergleichswerte nutzen: Liegst du über 12 €/m²?
  • Belege anfordern: Alle Lieferscheine und Rechnungen einsehen
  • Kürzungsrechte nutzen: Bei Fehlern 15% kürzen

Vermieter ansprechen

  • Wartung: Regelmäßig gewartete Anlagen sind effizienter
  • Hydraulischer Abgleich: Optimiert Wärmeverteilung
  • Moderne Brenner: Niedrigere Emissionen und höhere Effizienz

Mehr Tipps findest du in unserem Artikel Heizkosten sparen: Tipps für Mieter.

Häufige Fragen zu Pelletheizkosten

Was kostet Heizen mit Pellets pro Quadratmeter 2025?
Im Durchschnitt kosten Pelletheizungen 10,57 €/m² pro Jahr laut Heizspiegel 2025. Bei einer 70-Quadratmeter-Wohnung sind das etwa 740 € im Jahr oder knapp 62 € im Monat. Damit sind Pellets die zweitgünstigste Heizart.
Wie viel Pellets verbraucht eine 70m²-Wohnung?
Eine durchschnittliche 70m²-Wohnung verbraucht etwa 1,5–2,5 Tonnen Pellets pro Jahr, abhängig von Dämmung und Heizverhalten. Bei einem Preis von 300 €/Tonne entspricht das 450–750 € Brennstoffkosten.
Sind Pellets umweltfreundlicher als Gas?
Ja, Holzpellets gelten als CO2-neutral, da beim Verbrennen nur so viel CO2 freigesetzt wird, wie der Baum zuvor aufgenommen hat. Deshalb fallen auf Pellets keine CO2-Abgaben an, anders als bei Gas und Öl.
Wie wird der Pelletverbrauch in der Abrechnung erfasst?
Ähnlich wie bei Öl: Der Verbrauch ergibt sich aus Anfangsbestand plus Nachkäufe minus Endbestand. Alle Lieferungen müssen mit Datum, Menge und Preis dokumentiert sein. Mindestens 50% müssen nach individuellem Verbrauch abgerechnet werden.
Warum sind Pelletpreise 2025 gestiegen?
Die Preise sind um etwa 15-20% gestiegen, hauptsächlich wegen höherer Nachfrage durch die Energiewende, gestiegener Holz- und Transportkosten sowie Produktionsengpässen. Trotzdem bleiben Pellets günstiger als Gas und Öl.
HT

HeizkostenChecker Team

Veröffentlicht am 15. Januar 2025

Themen:HolzpelletsHeizkosten pro qmPelletheizungAbrechnung

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